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Drogen Info » Halluzinogene |
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Halluzinogene bezeichnen eine Gruppe sehr unterschiedliche psychoaktive Substanzen,
deren Wirkung nahezu identisch sind. Neben den klassischen Halluzinogenen wie LSD, Zauberpilze und
Meskalin, gibt es noch eine Reihe anderer Pflanzen, beispielsweise Fliegenpilz und Nachtschattengewächse
sowie synthetische Substanzen wie PCP oder Ketamin, die halluzinogene Effekte erzeugen können. Die Wirkungsdauer bei LSD beträgt zwischen 6 und 12 Stunden. Die Wirkung selbst tritt nach 30-60 Minuten ein. Neben einem verlangsamten Zeitgefühl bewirkt LSD ein extrem hohes Selbstwertgefühl. Gleichgewichtsstörungen und Gangstörungen sind nach Eintreten der Wirkung präsent. LSD ist sehr hochkonzentriert und wird daher in Flüssigkeit gelöst und dann auf kleine Löschpapierplättchen getropft. LSD ist eines der stärksten bekannten Halluzinogene. LSD wirkt bereits in geringen Mengen. Meskalin gehört zur Gruppe der Phenetylamine, die eine halluzinogene Wirkung haben. Meskalin greift massiv in das Empfinden ein und hat eine ähnliche Wirkung wie LSD. Optische Sinnestäuschungen bis hin zu voll entwickelten Halluzinationen und eine Veränderung des Körperempfindens ist oft zu beobachten. Halluzinationen sind von der Realität kaum noch zu unterscheiden. Die Einnahme erfolgt durch kristallines Pulver, durch Kauen von Peyote-Scheiben oder auch durch stundenlanges Aufkochen als Tee. Die Wirkung tritt nach 2-3 Stunden ein und kann unterschiedlich lange anhalten. Starke Halluzinogene wie Meskalin oder LSD können eine Psychose auslösen. Zauberpilze sind die umgangssprachliche Bezeichnungen für psychoaktive Pilze. Entweder als Sud gepresst oder Roh gegessen, gelangt der Giftstoff in den Körper. Die Wirkungsdauer beträgt zwischen 2 und 4 Stunden, kann jedoch bei höherer Dosierung länger anhalten, bricht aber danach meistens abrupt ab. Die Wirkung setzt nach 30 bis 60 Minuten ein und ist wie bei allen LSD ähnlichen Drogen sehr personenabhängig. Der Konsument fällt in einen Traumzustand, der als euphorisierend und angenehm empfunden wird. Diese Halluzinationen können je nach Dosis intensiver werden und dreidimensionalen Charakter annehmen. Ein Gefühl von gelöster Entspanntheit wird meist bei kleinerer Dosierung hervorgerufen. Die Stärke eines Trips auf Pilzen sollte nicht unterschätzt werden. Der Fliegenpilz wird in den meisten Fälle roh gegessen. Das Mischen von getrockneten Pilzen mit Tabak oder Cannabis wird dann praktiziert, wenn es darum geht die Wirkung besser steuern zu können. Die Wirkung reicht von Müdigkeit, Dösezustand bis hin zum Delirium. Die Wirkungsdauer beträgt zwischen 5-6 Stunden und bricht meistens abrupt ab. Der Fliegenpilz enthält mehrere verschiedene Gifte, die bei zu hoher Dosierung oder unverträglichkeit zum Tode führen können. Die Engelstrompete stammt urprünglich aus Südamerika und gehört zu den Nachtschattengewächsen und ist eine äußerst gefährliche Droge. Engelstrompeten sind 2 bis 5 Meter hohe Sträucher, der Verzehr oder intensiver Kontakt kann bereits zum Tod führen. Der Rauschzustand umfasst fiebertraum-ähnlichen Visionen und Illusionen, die sich rasch in Halluzinationen umwandeln. Der Konsument kann hierbei nicht mehr zwischen Rausch und Realität unterscheiden. Die Wirkung kann zwischen drei Stunden und drei Tagen andauern. Eine erhöhte Gewaltbereitschaft und Verhaltensauffälligkeit ist zu beobachten. Je nach Aufnahme, setzt die Wirkung bereits nach 30 Minuten ein. Die Einnahme des oberirdischen Teil der Pflanzen erfolgt oral, wird aber auch geraucht. Auch die Teezubereitung mit 2-4 getrockneten Blättern wird praktiziert. Eine kurzzeitige Amnesie ist nicht auszuschließen. PCP, in der Drogenszene auch als Angel Dust (Engelsstaub) bekannt, ist ein weißes kristallines gut wasserlösliches Pulver. Die Einnahme kann somit als Pulver oder Flüssigkeit erfolgen. Nach 30 bis 60 Minuten ist mit der Rauschwirkung zu rechnen, die Dauer hängt von der Dosierung ab und kann zwischen 6 und 48 Stunden betragen. PCP bewirkt uneuphorisches und unkontrolliertes Verhalten. Geprägt wird dieses vom Wechsel zwischen Euphorie, Angst und Panik, wobei die unangenehmen und angstvollen Erlebnisse dominieren. Das Denken und Sprechen ist stark beeinträchtigt, die Wahrnehmung deutlich getrügt. Salvia Divinorum ist eine psychoaktive Salbeiart, deren Heimat die Sierra Mazateka im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca ist. Die Aufnahme erfolgt durch kauen der Blätter oder durch das Rauchen von 2-8 zerkleinerten Blättern über eine Wasserpfeife. Die Wirkung tritt nach 30 Sekunden ein und hält zwischen 5-10 Minuten an und baut sich dann langsam wieder ab. Bei oralem Gebrauch tritt die Wirkung nach ca. 10 Minuten ein und klingt nach ein bis zwei Stunden wieder ab. Halluzinogene Farb- und Formverzerrungen bis hin zur starken und unbeschreiblichen Verzerrung des Bewusstseins- und Erlebniszustands sind die Rauschwirkungen. Der Konsument neigt zu starker Verwirrung und ist nicht mehr einzuschätzen. Der Stechapfel gehört zur Gattung der Nachtschattengewächse und es bestehen weltweit knapp 20 verschiedene Arten, die alle stark giftig sind. Die Pflanzenteile bzw. Samen der Stechapfelfrucht werden als Sud gepresst oder als Tee ausgekocht. Der Anteil von Scopolamin (ein hochgradiges Halluzinogen) ist sehr hoch. Bereits das Inhalieren kann gesundheitlich schädlich sein. Nach 2-4 Stunden können Halluzinationen auftreten die sehr lange anhalten. Die Wirkungsdauer kann zwischen 6 und 36 Stunden liegen. Das Zeitempfinden ist stark beeinträchtigt, Angstzustände und Unruhe können hinzukommen. Der Konsum von Teilen des Stechapfels kann zu schweren, kaum steuerbaren bzw. nicht-pseudohalluzinativen Halluzinationen führen. Auch von Horrortrips und Selbstverletzungen wurde bereits berichtet. Die Pflanzanteile bzw. Beeren aller der vier Arten der Tollkirsche können als Sud gepresst und als Tee aufgekocht werden. Ein gesteigertes Tastgefühl und Halluzinationen sind die Folge. Die Nebenwirkungen sind meist stärker als der eigentliche Rausch. Je nach Dosierung hält die Wirkung länger an. Alle vier Arten sind äußerst giftig, eine Überdosierung kann zum Tode führen. |
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